Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz
- davidlange4
- vor 5 Tagen
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Vom 17.01. – 20.01.2026 fand die diesjährige Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz statt. Die Kooperation mit der Reinhold Burger Schule, sowie dem OSZ Max Bill jährte sich dabei nun bereits zum 10. Mal. Knapp 60 Schüler*innen nahmen aus diesen drei Schulen teil und knüpften über das inhaltliche Programm hinaus auch neue persönliche Bande.
Das Programm begann mit zwei Vorbereitungstagen in Berlin. Einen vollen Tag verbrachten wir in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz, um uns inhaltlich und emotional auf den Besuch im Konzentrations- und Vernichtungslager vorzubereiten. Am Freitag folgte ein Workshop, der zur persönlichen Auseinandersetzung mit heutigen Formen des Gedenkens anregen sollte. Und am Ende stand der Entwurf einer „Gedenk-Performance-Aktion“ in Krakau, an welcher die Schüler*innen freiwillig teilnehmen konnten. An dieser Stelle einen besonderen Dank an Fr. Zengerle und Hr. Becker, welche die Aktion von Anfang bis Ende betreut haben.
Am Samstagfrüh bestiegen wir dann den Bus nach Krakau, wo es am Nachmittag und Abend noch die Gelegenheit gab, die schöne Stadt (offiziell: „Königliche Hauptstadt Krakau“) zu erkunden und sich ein Bild vom modernen und historischen Polen zu machen.
Am folgenden Tag fuhren wir in die Kleinstadt Oświęcim, um das Stammlager Auschwitz 1 und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zu besichtigen, wobei uns die Guides die Geschichte des Ortes näher brachten. Leider musste der zweite Teil der Führung stark abgekürzt werden, da zur Zeit ein großer Engpass bei deutschsprachigen Guides besteht. Wir hoffen, dass sich dies bei kommenden Fahrten wieder bessert. Zum Ausgleich konnten wir noch die ehemalige Synagoge und heutiges Museum in Oświęcim besuchen.
Dieser Tag – die Besichtigung des Lagers und auch die widrige Witterung - waren eine große physische und psychische Herausforderung und für viele Teilnehmende nicht leicht zu verkraften. Die umfangreiche Vorbereitung und Begleitung half aber bei der Einordnung und Verarbeitung des Gesehenen.
Am Montag, dem letzten Tag der Reise, waren wir noch einmal in Krakau unterwegs und besichtigten das ehemalige jüdische Viertel der Stadt Kazimierz. Den Abschluss bildete die Gedenk-Performance auf dem „Platz der Ghetto-Helden“ am Rande des Viertels. Der Platz mit seinen 70 großen Eisenstühlen erinnert an die 70.000 deportierten Krakauer Jüdinnen und Juden.
Nach der nächtlichen Rückreise und einem Ruhetag, hatte die Gruppe noch Gelegenheit die Fahrt auszuwerten, zu reflektieren und Unklares zu besprechen. Auch die gemeinsame Auswertung ist sehr wichtig, um niemanden mit seinen Gedanken und Gefühlen allein zu lassen und als Reisegruppe einen gemeinsamen Abschluss zu finden.
Unseren herzlichen Dank an die Mitarbeiter*innen der Kinderring Berlin e.V., die die Fahrt organisatorisch begleiteten.











